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07.10.2017 | Indiana: Todestraktinsasse zweifelt die Rechtmäßigkeit der aktuellen Hinrichtungsmethode an

Die aktuelle Hinrichtungsmethode und ihre Rechtmäßigkeit stehen im Fokus der Klage eines Todeskandidaten aus Indiana. Die Öffentlichkeit hätte eine Chance haben müssen, sich dazu äußern zu können, als das aktuelle Protokoll vor drei Jahren eingeführt wurde.

Roy Wards Klage wird nun nach einer Anhörung am vergangenen Donnerstag vom Obersten Gerichtshof geprüft.
Ward wurde 2007 zum Tode verurteilt, nachdem er 2001 in ein Haus einbrach und ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt und getötet hatte.

David Frank, Wards Anwalt, argumentierte in der Klage, dass der Staat nicht den eigentlichen verwaltungsbedingten Verfahren gefolgt sei, als 2014 das neue Hinrichtungsmedikament eingeführt wurde.
Wenn eine staatliche Agentur ein neues Protokoll einführt, sollte das öffentlich geschehen, so Frank. 2014 habe keine öffentliche Anhörung stattgefunden, somit sei das Protokoll aus diesem Jahr rechtlich unwirksam.

Das dritte hinzugefügte Medikament - Methohexital - wurde bislang in den USA nicht verwendet, so dass Zweifel bezüglich der Wirkung auf den Insassen aufkommen, der damit hingerichtet werden soll.
In den meisten Fällen betreffen die Klagen der Insassen die Tatsache, dass eine Medikamentenkombination gegen den Achten Verfassungszusatz verstoße, der vor einer grausamen und ungewöhnlichen Form der Bestrafung schützen soll. Doch diese Klage ist nun anders, da sie sich auf die mangelnde Zustimmung seitens der Öffentlichkeit bezieht.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
https://www.wthr.com/article/condemned-killer-challenges-states-execution-process
(06.10.2017, Adrianna Pitrelli)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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