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04.03.2017 | Iowa: Todesstrafe vorerst auf Eis gelegt

Dass die Wiedereinführung der Todesstrafe in diesem Jahr in Iowa erst einmal vom Tisch ist, liegt an einer wichtigen Frist, die diese Woche verstrichen ist. Der Grund sei einfach die knappe Zeit gewesen, die den Gesetzgebern zur Verfügung stand, den Antrag zu bearbeiten.

„Senate File 335“ hätte die Todesstrafe für Straftaten bedeutet, bei denen eine Minderheit gekidnappt, vergewaltigt und getötet wird. Dieser Gesetzesentwurf wurde von sechs Republikanern eingereicht, die sich auf den Fall eines zehnjährigen Mädchens im Jahr 2005 beziehen. Sie wurde entführt, sexuell missbraucht und am nächsten Tag ermordet in einem Wohnwagen in Iowa City gefunden.

Senator Jerry Behn, einer der führenden Unterstützer des Entwurfs, sagte, das Gesetz soll in solchen Fällen greifen, in denen ein Täter das Opfer töte, damit es nicht die Möglichkeit habe, gegen ihn auszusagen.

Gegner des Entwurfs sind u.a. das Büro des Generalstaatsanwalts, die „Iowa Academy of Trial Lawyers“, „Iowans Against the Death Penalty“ und „American Civil Liberties Union of Iowa.

Iowa schaffte im Jahr 1965 die Todesstrafe ab, wobei die letzte Hinrichtung 1963 stattfand.
Die letzte große Debatte um die Wiedereinführung der Todesstrafe wurde in den 1990er Jahren geführt. Allerdings vertreten die Gesetzgeber bislang die Ansicht, keine Mörder zu töten und stattdessen die lebenslange Haftstrafe einzusetzen.

Quelle mit ausführlichem Bericht:

http://www.desmoinesregister.com/story/news/politics/2017/03/02/death-penalty-bill-scrapped-iowa-senate-2017/98645850/
(02.03.2017, William Petroski)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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