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23.12.2017 | Iran: Acht Männer in Karadsch gehängt

Am 20. Dezember wurden im Zentralgefängnis der Stadt Karadsch erneut acht Männer im Rahmen einer Gruppenhinrichtung gehängt.

Die acht zum Tode verurteilten Männer waren zwei Tage vor ihrer Hinrichtung in Isolationshaft verlegt worden.Vier der Männer konnten als Mostafa Chardouli, Amirabbas Ardestari, Nima Esmailian und Hamid Abdollahi identifiziert werden. Der 24-jährige Abdollahi war im Alter von 19 Jahren verhaftet und zum Tode verurteilt worden.

Ebenfalls am 20. Dezember sollten die beiden Männer Mohammad Ghobad und Ali Masoumi hingerichtet werden, dessen Exekutionen jedoch in letzter Minute aufgeschoben wurden.

Ein weiterer Gefangener war am 19. Dezember im Zentralgefängnis von Zandschan gehängt worden und konnte als Yasin Abedi identifiziert werden. Zwei Tage vorher wurde auch der 33-jährige Mehrdad Mohammedi in Kermanschah gehängt. Beide waren wegen Mordes zum Tode verurteilt worden.

Die Gruppenhinrichtung fand nur einen Tag nach der Tagung der Vereinten Nationen statt, welche in ihrer Generalversammlung den 64. Beschluss gegen die Menschenrechtsverletzungen im Iran verabschiedet hatte und Irans Regierung dringend dazu aufforderte, die Todesstrafe und öffentliche Hinrichtungen im Gesetz wie auch in der Praxis vollständig abzuschaffen und sämtliche Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen einzustellen.

Quellen und weitere Informationen:

"Iran reacts to UN´s 64th resolution with continued executions", Iran Human Rights Monitor vom 20. Dezember 2017

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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