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14.12.2017 | Iran: Fünf Hinrichtungen wegen Mordes, weitere Exekutionen geplant

Am vergangenen Montagmorgen sollen im Iran erneut fünf Männer hingerichtet worden sein. Dabei soll es sich um fünf Kurden gehandelt haben, die wegen Mordes zum Tode verurteilt worden waren.

Die fünf Exekutionen am Morgen des 11. Dezember sollen Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge im Zentralgefängnis Kermanshah durchgeführt worden sein. Bei einem der Männer soll es sich um Keykavus Ashouri gehandelt haben, der vor 15 Jahren verhaftet und wegen Mordes zum Tode verurteilt worden war. Die Namen der weiteren vier hingerichteten Personen sind noch unbekannt.

Zudem sollen weitere Hinrichtungen bevorstehen, von denen eine in der Öffentlichkeit stattfinden soll. Hierbei soll es sich um den zum Tode verurteilten Asghar Qezavi handeln, der im April 2016 des Mordes und Drogenschmuggels beschuldigt worden war.

Laut Informationen der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights wurden im Iran im vergangenen Jahr insgesamt 22 Personen vor versammelten Menschenmengen, unter denen sich auch Kinder befanden, hingerichtet.

Auch soll dass Todesurteil gegen den medizinischen Forscher Ashmadreza Djalali vom Höchsten Gericht im Iran bestätigt worden sein. Djalali, gebürtiger Iraner und schwedischer Staatsbürger, war im April 2016 während einer Forschungsreise im Iran festgenommen und im darauffolgenden Oktober wegen angeblicher Spionage zum Tode verurteilt worden.

Quelle und weitere Informationen:

"Supreme Court Upholds Swedish Resident Ahmadreza Djalali’s Death Sentence", Center for Human Rights in Iran vom 11. Dezember 2017; "Five Prisoners Executed in Western Iran", Shabtabnews vom 13. Dezember 2017.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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