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03.11.2017 | Kalifornien: Todestraktinsasse tot aufgefunden

Der zum Tod verurteilte Emilio Avalos wurde am Mittwoch um 17:53 Uhr im San Quentin Staatsgefängnis für tot erklärt. Eine Autopsie soll Klarheit über die Ursache bringen.

Avalos saß seit März 2013 im größten Todestrakt der USA mit 744 weiteren Insassen. Er wurde wegen zweifachen Mordes zum Tod verurteilt, weiterhin wegen versuchten Mordes an einem Mann, der seither gelähmt ist.

Derlei Todesfälle sind leider keine Seltenheit. Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in Kalifornien 1978, starben 71 Insassen eines natürlichen Todes, 25 begingen Selbstmord, 13 wurden hingerichtet, einer wurde in Missouri, einer in Virginia hingerichtet. Sieben weitere Todesfälle (inkl. Avalos’) bedürfen noch der Aufklärung.

Auch in anderen Bundesstaaten sterben immer wieder Häftlinge vor ihrer eigentlichen Hinrichtung. Im August wurde der 71-jährige Raymond Deleon Martinez tot in seiner Zelle in der Polunsky Unit in Livingston, Texas aufgefunden.
Medial bekannter war Max Soffar, der - ebenfalls in Texas - im vergangenen Jahr seinem Leberkrebs erlag. Zuvor hatte der 60-Jährige gemeinsam mit seinen Anwälten dafür gekämpft, zuhause sterben zu dürfen. Seine Unschuld beteuerte er immer wieder.
Gary Alvord starb in Floridas Staatsgefängnis an einem Hirntumor. Er wurde 66 Jahre alt.

Quelle:
http://www.kyma.com/news/death-row-inmate-dies-in-prison/650991509
(02.11.2017)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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