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03.09.2017 | Nordkorea: Todesurteile für südkoreanische Journalisten wegen Buchkritik

Ein nordkoreanisches Gericht hat zwei Journalisten sowie zwei Herausgeber südkoreanischer Zeitungen wegen angeblicher Beleidung des Landes zum Tode verurteilt.

Die Todesurteile der beiden südkoreanischen Journalisten Son Hyo-rim und Yang Ji-ho und der beiden Herausgeber Kim Jae Ho und Pang Sang Hun wurden dabei in ihrer Abwesenheit gefällt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, haben die vier Männer kein Recht, Berufung einzulegen. Die Verurteilungen sollen dabei in Zusammenhang mit einer von den Journalisten veröffentlichten Kritik über das Buch "North Korea Confidential" stehen.

Nach Aussage des nordkoreanischen Zentralgerichts könnten die Hinrichtungen jederzeit an einem beliebigen Ort ohne weitere Verfahren durchgeführt werden.

Dem Committee to Protect Journalists (CPJ) zufolge zählt Nordkorea im weltweitgen Vergleich zu einem der zensiertesten Ländern überhaupt. Todesurteile und Hinrichtungen werden in der Regel als Staatsgeheimnis behandelt, so dass wenige Zahlen über die jährlichen Exekutionen existieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in dem Kurzbericht "Die Todesstrafe in Nordkorea" auf unserer Webseite.

Quelle und weitere Informationen:

"North Korea sentences two South Korean journalists to death in absentia", CPJ vom 1. September 2017; "North Korea sentences South Korean reporters to death over review of book about country", Reuters vom 31. August 2017. 

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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