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05.07.2017 | Ohio: Geplanter Umzug in anderes Gefängnis könnte ausgesetzt werden

Der im Oktober letzten Jahres angekündigte Umzug von Ohios Todeskandidaten in ein anderes Gefängnis wird laut der Sprecherin der Gefängnisagentur höchstwahrscheinlich auch in absehbarer Zukunft nicht stattfinden.

Der geplante Umzug vom Chillicothe Gefängnis im Süden Ohios in die Todesstrakte von Toledo sollte aufgrund der wachsenden Insassenzahl stattfinden. Zudem sei das Gefängnis in Toledo für körperlich eingeschränkte und alte Insassen besser geeignet als die jetzige Unterbringung in Chillicothe. Das Durchschnittsalter von Ohios 139 Todestraktinsassen liegt aktuell bei 50.

Als Gründe für den wohl doch nicht stattfindenden Umzug wurde angegeben, dass die Verlagerung die Arbeit des Gefängnispersonals in ihren gewohnten Abläufen beeinträchtigen würde, ebenso würde die Kontinuität für Insassen und deren Familien gestört.
2012 wurden die Insassen vom Supermax Gefängnis in Youngstown, in dem sie seit 2005 untergebracht waren, ins jetzige Gefängnis in Chillicothe überführt.
Die Hinrichtungen sollen auch nach einem möglichen weiteren Umzug in der Southern Ohio Correctional Unit in Lucasville durchgeführt werden.

Ohios letzte Hinrichtung wurde im Januar 2014 ausgeführt, als Dennis McGuire qualvolle 26 Minuten mit dem Tod rang. Damals wurde eine unerprobte Kombination aus zwei Medikamenten verwendet.

Quelle:
http://www.10tv.com/article/ohios-plan-move-death-row-new-prison-might-not-happen
(01.07.2017, AP)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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