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10.01.2017 | Ohio: Hunderte von Medikamentendosen bezogen

Ohio hat im September und Oktober eine große Anzahl des Hinrichtungsmedikaments Midazolam gekauft, um die im nächsten Monat stattfindende Hinrichtung wie auch viele weitere durchführen zu können.

Auch die beiden anderen im Protokoll festgelegten Medikamente wurden im September wie auch Oktober bezogen.
Midazolam hatte in der Vergangenheit schon bei verschiedenen Hinrichtungen für Probleme gesorgt.
Seit Januar 2014 wurde in Ohio kein Häftling mehr exekutiert. Die letzte Hinrichtung war die von Dennis McGuire, die unübliche und qualvolle 26 Minuten dauerte, da McGuire immer wieder nach Luft schnappte und schnaubte.

Die erhaltenen Medikamente seien Standardware, die von der „U.S. Food and Drug Administration“ (FDA) genehmigt seien; die Herkunft als solches wollte der Staat aber nicht preisgeben.
Unter anderen aufgrund des 2015 erlassenen Gesetzes, ist es den Anwälten der Todeskandidaten nicht möglich, den Hersteller ausfindig zu machen.

Ohio plant, am 15. Februar Ronald Phillips hinzurichten. Phillips hat 1993 die Tochter seiner damaligen Freundin vergewaltigt und ermordet.
Sieben weitere Hinrichtungen sind für dieses Jahr noch geplant. Auch für 2018 und 2019 stehen schon Hinrichtungstermine fest.

Quelle mit ausführlichem Bericht und Details zu den erworbenen Medikamenten:
http://www.13abc.com/content/news/Ohio-obtains-hundreds-of-vials-of-lethal-drugs-410187795.html
(09.01.2017)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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