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31.08.2017 | Singapur: Besitz von radioaktivem Material wird strafbar

Ab dem 1. September ist in Singapur sowohl der Besitz radioaktiven Materials als auch der Besitz jeglicher anderer nuklearer explosiver Mittel, welche der Schädigung dienen, strafbar.

Das neue Gesetz wurde im Mai diesen Jahres vom singapurischen Parlament verabschiedet und sieht das obligatorische Verhängen der Todesstrafe für schwere terroristische Taten, die durch den Einsatz radioktiver Stoffe oder anderer nuklearer Sprengstoffe begangen werden, vor. Unerheblich bei einer derartigen Straftat ist dabei, ob Menschen ums Leben kommen oder es sich um reine Sachbeschädigungen wie beispielsweise die Zerstörung nuklearer Einrichtungen handelt. 

Zeitgleich mit diesem neuen Gesetz tritt am 1. September auch das Internationale Übereinkommen zur Bekämpfung von Akten des Nuklearterrorismus (ICSANT - International Convention for the Suppression of Acts of Nuclear Terrorism)" in Kraft, welches von Singapur ratifiziert wurde.

Dem ISCSANT zufolge, gilt der gezielte Einsatz von radioaktivem Material oder Sprengstoffen zur Nötigung anderer Menschen, Regierungen oder Organisationen als auch der Einsatz derartiger Stoffe, um Personen, Regierungen oder Organisationen von bestimmten Vorhaben abzuhalten, als kriminelle Straftat.

Quelle und weitere Informationen:

"New terrorism laws covering use of radioactive material to take effect Sep 1", Channel NewsAsia vom 30. August 2017.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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