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04.02.2017 | Texas: Reform des Todesstrafengesetzes gefordert

Dass niemand mehr für einen Mord zum Tode verurteilt wird, den er nicht direkt begangen hat, dafür möchten sich jetzt texanische Gesetzgeber einsetzen.

Das in Texas geltende Gesetz „Law of Parties“ ist dafür verantwortlich, dass Jeffrey Lee Wood wegen eines Mordes zum Tode verurteilt wurde, in den er zwar involviert war, aber nicht selbst begangen hat. Er saß zum eigentlichen Tatzeitpunkt in einem LKW vor dem Tatort und wartete, während sein Komplize den Mord beging.

Jeff Wood hatte im vergangenen August einen Hinrichtungstermin, der aber sechs Tage zuvor gestoppt wurde. Sein Fall motivierte demokratische und republikanische Gesetzgeber dazu, die Todesstrafe reformieren zu wollen.
Der Gesetzesentwurf „House Bill 316“ von Republikaner Terry Canales soll verhindern, dass Personen, die keinen direkten Mord begangen haben, aber darin verwickelt waren, nicht zum Tode verurteilt werden können.

Jeff Leach, ebenfalls Republikaner, sagt, er sei absolut überzeugt von der Todesstrafe, aber ausschließlich für Taten, die besonders grausam seien und bei denen feststehe, sie haben die Tat auch ausgeführt. Nicht für Menschen, die die vorgeworfene Straftat nicht im eigentlichen Sinne begangen haben.

Texas ist einer von sechs Staaten, die Menschen hingerichtet haben, die nicht direkt den Mord begangen haben, für den sie verurteilt wurden, so berichtet das Death Penalty Information Center.
Fünf der Hinrichtungen fanden in Texas statt, während die fünf anderen Staaten je eine Hinrichtung mit solch einer Verurteilung durchführten.

Quelle mit ausführlichem Bericht und weiterführenden Informationen:

https://www.texastribune.org/2017/02/01/texas-lawmakers-seek-reform-death-penalty-those-wh/?utm_campaign=trib-social-buttons&utm_source=twitter&utm_medium=social
(01.02.2017, Jolie McCullough)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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