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18.10.2017 | Utah: Abschaffung der Todesstrafe könnte Thema in der Legislaturperiode des kommenden Jares werden

In der kommenden Legislaturperiode 2018 in Utah planen die Todesstrafengegner, die Gesetzgeber dazu zu bewegen, die Todesstrafe in diesem Bundesstaat aus dem Gesetz zu schreiben.

Im vergangenen Jahr standen die Gesetzgeber kurz davor, der Todesstrafe ein Ende zu setzen, aber der Gesetzesentwurf überschritt die nötige Deadline und gelangte somit nicht zur Abstimmung.  Dennoch war die Begeisterung seitens der Initiative „Utah Justice Coalition“ groß, denn der Entwurf wäre beinahe von Erfolg gekrönt worden.
Für 2018 sei ein weiterer Versuch geplant, Unterstützung aus dem Senat sei schon gegeben. Nun würde sie nur noch aus dem Repräsentantenhaus gesucht.

Finanzanalysten schätzten 2012, dass wenn eine Todesstrafe anstelle einer lebenslangen Haftstrafe ohne Chance auf Bewährung verhängt wird, es den Staat rund 1,6 Millionen Dollar extra kostet. Denn bei einem Todesurteil kommen zusätzliche Berufungsmöglichkeiten und Anträge hinzu.

Weiterhin treffe die Todesstrafe überproportional Minderheiten. Ebenso spreche das hohe Risiko,  mit einer Hinrichtung womöglich einen Unschuldigen zu töten, gegen die Todesstrafe, so Jensie Anderson, Juraprofessorin an der Universität in Utah und gleichzeitig Chefjuristin des „Rocky Mountain Innocence Project“.

Utah führte seine letzte Hinrichtung 2010 durch, als Ronnie Lee Gardner durch das Erschießungskommando starb. Neun Männer befinden sich aktuell im Todestrakt in verschiedenen Stadien ihrer Berufungsmöglichkeiten.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://www.sltrib.com/news/2017/10/18/another-push-to-end-utahs-death-penalty-is-likely-for-the-2018-legislative-session/
(18.10.2017, Jessica Miller)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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