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14.01.2017 | Virginia: Bundesrichter lehnt einen Aufschub der kommenden Hinrichtung ab

Ein Richter des amerikanischen Bezirksgerichts im Ostbezirk von Virginia lehnte am Dienstag ab, die für den 18. Januar angesetzte Hinrichtung von Ricky Javon Gray aufzuschieben, der eine Klage wegen ungeprüfter und potentiell Qualen auslösender Medikamente eingereicht hatte.

Lisa Fried, Anwältin von Gray, sagt, es sei unrechtmäßig, eine Hinrichtung auszuführen, die das Risiko birgt, dem Gefangenen durch die chemischen Stoffe zu Tode zu quälen.
Kein anderer Staat hätte zuvor eine Mixtur von Medikamenten bei Hinrichtungen eingesetzt, wie es bei Ricky Gray geplant sei. Seine Anwälte planen deswegen, Berufung einzulegen.

Im April letzten Jahres wurde in einer Generalversammlung Virginias entschieden, die Identität der Medikamentenhersteller geheimzuhalten.
Insgesamt ist die Todesstrafe in den USA zu einer viel diskutierten Angelegenheit geworden. Florida hat Teile der Todesstrafe für ungesetzmäßig erklärt, auf der anderen Seite nahm Oklahoma vor wenigen Wochen die Todesstrafe in die Verfassung auf.

Quelle:
http://www.jurist.org/paperchase/2017/01/federal-judge-declines-to-delay-execution-over-drug-controversy.php
(11.01.2017)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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