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02.05.2018 | Anhörung des Obersten US-Gerichtshofes in zwei Todesstrafenfällen

Das Gericht stimmte einer Anhörung zu, die sich auf die im März aufgeschobene Hinrichtung eines Insassen aus Missouri bezieht, der unter einer seltenen Krankheit leidet, die eine Hinrichtung per Giftspritze für ihn zur Qual werden lassen könnte.

Russell Bucklews für März geplante Hinrichtung wurde kurz vorher mit einer Abstimmung von fünf zu vier Stimmen aufgeschoben. Bucklew leidet an einem Kavernösen Hämangiom, das bei ihm zu blutgefüllten Tumoren im Hals und anderen Bereichen führte. Er beklagt, eine Hinrichtung per Giftspritze könnte für ihn zur Qual werden, was einen Widerspruch zum Achten Verfassungszusatz darstellen würde. Er beantragte die Hinrichtung durch die Gaskammer.  Aber das Bundesberufungsgericht des Achten Bezirks in St. Louis wies den Antrag mit der Begründung zurück, dass Mr. Bucklew nicht ausreichend darlegen konnte, dass die Alternativmethode wenig qualvoll sein würde.

Weiterhin will sich der Oberste US-Gerichtshof mit dem Fall „Madison vs. Alabama“ auseinandersetzen. Der 67-jährige Vernon Madison leidet an Demenz und kann sich an seine damalige Tat nicht mehr erinnern, die ihn in den Todestrakt brachte.

Quellen:
https://www.nytimes.com/2018/04/30/us/politics/supreme-court-death-penalty-class-actions.html
(30.04.2018, Adam Liptak)

https://www.nytimes.com/2018/03/05/us/politics/old-death-row-executions-supreme-court.html
(05.03.2018, Adam Liptak)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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