zurück zur Übersicht

24.07.2018 | Arkansas: Suche nach Hinrichtungsmedikament vorerst eingestellt

Einem Zeitungsbericht zufolge hat die Gefängnisbehörde in Arkansas die Suche nach einem für Hinrichtungen notwendigen Medikament eingestellt. Das würde bedeuten, dass keinerlei Exekutionen angesetzt werden können bis das Gesetz mehr Schutz und Anonymität für Hersteller und Lieferanten bietet.

Die Legislative berät sich erst im kommenden Jahr. Das Medikament Midazolam ist ein Sedativum und wurde in der Vergangenheit sehr kontrovers diskutiert hinsichtlich der Wirksamkeit bei einer Hinrichtung. Es steht im Verdacht, während einigen Hinrichtungen unnötige Schmerzen und langwierige Sterbephasen verursacht zu haben. Clayton Lockett starb nach 43 Minuten Todeskampf schließlich an einem Herzinfarkt. Auch Joseph Wood quälte sich über fast zwei Stunden bevor er starb.

Bislang haben einige Richter in verschiedenen Bundesstaaten zugunsten der Hersteller entschieden, die durch Gesetzesänderungen anonym Medikamente produzieren und liefern können, die für Hinrichtungszwecke verwendet werden sollen.

In Arkansas sind aktuell für keinen Insassen Hinrichtungstermine festgesetzt.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
https://www.arktimes.com/ArkansasBlog/archives/2018/07/18/state-suspends-search-for-execution-drugs
(18.07.2018, Max Brantley)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht