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18.08.2018 | Belarus: Israeli könnte zum Tode verurteilt werden

In Frankfurt wurde in der vergangenen Woche auf Verlangen der weißrussischen Regierung ein Israelie verhaftet, der 1993 einen Mord in Minsk begangen haben soll.

Der 46-jährige Alan Levit wurde letzte Woche während seiner Einreise mit seinem Sohn auf dem Frankfurter Flughafen aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen. Alan Levit war 1991 nach Israel immigriert und soll im Jahr 1993 mit einem Komplizen in Minsk einen Mann ausgeraubt und ermordet haben.

Der Verdächtige war bereits vor zehn Jahren von Ermittlern aus Belarus zu dem Vorfall verhört worden und hatte sämtliche Vorwürfe bestritten. Seit dem habe er nichts weiter von den weißrussichen Behörden gehört, so sein Anwalt Gregory Kurziner. Dieser versucht nun, den Angeklagten zurück nach Israel zu bringen, um ein mögliches Todesurteil in Belarus zu vermeiden.

Belarus ist das einzige Land in Europa, in dem die Todesstrafe noch Anwendung findet. Lesen Sie mehr hierzu in dem Kurzbericht "Die Todesstrafe in Weißrussland" auf unserer Webseite.

Quelle und weitere Informationen:

"Israelie may face death sentence in Belarus", Ynetnews vom 16. August 2018.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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