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13.08.2018 | Indien: Neues Gesetz sieht Todesstrafe bei Vergewaltigung von Kindern vor

Der indische Präsident Ram Nath Kovind hat verschiedenen Änderungen des Strafgesetzes zugestimmt, womit fortan die Todesstrafe bei Vergewaltigungen von Kindern unter zwölf Jahren verhängt werden kann.

Weitere Gesetzesänderungen, denen der Präsident zugestimmt hat, betreffen ebenfalls Sexualdelikte und sehen nun härtere Strafmaße vor: So wurde das Mindeststrafmaß bei einer Vergewaltigung von einer Frau von sieben auf zehn Jahre erhöht und das Maximalstrafmaß auf eine lebenslange Freiheitsstrafe ausgeweitet.

Vergewaltigungen von minderjährigen Mädchen unter 16 Jahren werden fortan mit mindestens 20 Jahren anstatt 10 Jahren bestraft, ebenfalls mit der Möglichkeit, eine lebenslange Freiheitsstrafe auszusprechen. Gruppenvergewaltigungen von Mädchen unter 16 Jahren stehen ab Einführung dieser Gesetzesänderung unter einer obligatorischen lebenslangen Haftstrafe und können unter Umständen ebenfalls mit dem Tod bestraft werden.

Ebenfalls wurde die Prozessdauer verkürzt, so dass Gerichtsverfahren bei Sexualdelikten nach maximal zwei Monaten abgeschlossen werden sein müssen.

Quelle und weitere Informationen:

"Law Allowing Death Penalty For Rape of Children Cleared by President", NDTV vom 12. August 2018.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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