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10.09.2018 | Iran: Trotz internationaler Appelle drei politische Gefangene hingerichtet

Am Samstag wurden im Iran die drei politischen Gefangenen Zaniar Moradi, Loghman Moradi und Ramin Hossein Panahi hingerichtet.

Die Hinrichtungen erfolgten am Morgen des vergangenen Samstags im Raja’i-Shahr-Gefängnis von Karadsch und konnten trotz weitläufiger internationaler Appelle seitens der Vereinten Nationen nicht aufgehalten werden.

Im Dezember 2010 waren die beiden kurdischen Gefangenen und Mitglieder der Partei Komalah, Zanyar und Loghman Moradi vom Teheraner Revolutionsgericht zum Tode verurteilt worden. Die beiden Cousins waren aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit und des Mordes an dem Sohn von Meriwan Freitagsiman wegen "Moharabeh" (Feindschaft mit Gott) angeklagt und für schuldig befunden worden.

Die Angeklagten wie auch ihre Familienmitglieder und sämtliche Zeugen aus dem Dorf betonten jedoch ihre Unschuld und gehen davon aus, dass der Mord durch das iranische Regime ausgeführt worden sei.

Amnesty International reagierte mit heftiger Empörung auf die Hinrichtungen: "Die Gerichtsverfahren der drei Männer waren extrem ungerecht. Allen wurde nach ihrer Inhaftierung der Zugang zu Rechtsanwälten und Familien verwährt und alle sagten aus, dass sie gefoltert wurden, um Geständnisse abzulegen."

Die Menschenrechtsorganisation fordert vehement, dass sich die iranische Regierung an die internationalen Menschenrechtsstandards hält, Folter unterlässt und ein Moratorium ausspricht.

Quelle und weitere Informationen:

"Iran: Executions of three Iranian Kurds an outrage", Amnesty International vom 8. September 2018.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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