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04.01.2018 | Iran: Erneute Hinrichtung kurz vor Jahresende

Am 31. Dezember wurde der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights zufolge ein 30-jähriger Mann im Zentralgefängnis von Maschhad wegen Mordes gehängt.

Der am letzten Tag des Jahres 2017 hingerichtete Gefangene konnte als Ali H. identifiziert werden. Er war wegen Mordes an seinem Vater in Jimabad im Jahr 2014 zum Tode verurteilt worden. Die Familienangehörigen sollen als Kläger zur Zeit der Hinrichtung anwesend gewesen sein.

Informationen der Iran Human Rights Organisation nach, sind im Jahr 2016 von den insgesamt 530 hingerichteten Gefangenen 142 wegen Mordes exekutiert worden. Eine Klassifikation von Mord gibt es im Iran nicht. Demzufolge werden unabhängig der Umstände oder individuellen Situation des Täters bei Mord Todesurteile verhängt.

Weiterhin wurden offiziell die Hinrichtungen von vier Gefangenen im Rajai Shahr Gefängnis bestätigt. Die vier Männer waren wegen "Moharebeh", dem islamischen Rechtsbegriff für "Kriegsführung gegen Gott und seinen Gesandten" zum Tode verurteilt worden. Der genaue Zeitpunkt der Exekutionen wurde nicht bekannt gewesen. Mindestens 8 weitere Gefangene sollen am selben Tag ebenfalls im Rajai Shahr Gefängnis hingerichtet worden sein. Iran Human Rights (IHR) geht davon aus, dass die Exekutionen am 20. Dezember des letzten Jahres stattfanden. Drei der Gefangenen konnten als Mohammedi, Mohsen Kamali und Abolfazl identifiziert werden.

Quelle und weitere Informationen:

"Execution of four prisoners charged with Moharebeh", Iran Human Rights vom 3. Januar 2017.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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