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24.05.2018 | Kalifornien: Senatorin Dianne Feinstein nun gegen die Todesstrafe

Die 84-jährige Senatorin Dianne Feinstein vertrat jahrzehntelang die Ansicht, die Todesstrafe sei eine approbate Bestrafung, doch nun änderte sie ihre Meinung.

„Vor einigen Jahren änderte ich meine Meinung bezüglich der Todesstrafe. Es ist mir klar geworden, dass das Risiko der fehlerhaften Verurteilung zu hoch ist und dass die abschreckende Wirkung zu gering ist“, so die Demokratin.

Ihre Mitarbeiter begründeten die Tatsache, dass ihre Meinungsänderung nicht bekannt war, damit, dass sie sehr selten danach gefragt würde. Zahlreiche Medienberichte hingegen hätten weiterhin über ihren Support der Todesstrafe berichtet. Wenn allerdings konkret nach ihrer Überzeugung gefragt wird, so würde es ein Antwortschreiben gegeben, das ihre aktuelle Sichtweise deutlich klarmache.

In der Vergangenheit hatte sich Feinstein mit verschiedenen Aktionen für die Durchführung der Todesstrafe einen Namen gemacht. Sie war 1996 eine der Co-Sponsoren des „Effective Death Penalty Act“, der u.a. die Anzahl der möglichen Berufungen begrenzen sollte. 2004 hatte sie auf der Beerdigung des Polizisten Isaac Espinoza den damaligen Staatsanwalt gedrängt, die Todesstrafe anzustreben.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://www.latimes.com/politics/la-pol-ca-feinstein-death-penalty-20180523-story.html
(23.05.2018, Sarah D. Wire)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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