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25.01.2018 | Nevada: Experimentelles Hinrichtungsmedikament sei schlimmer als Tiereuthanasie, so Anwälte

Nevadas Plan, einen Häftling mittels einer experimentellen Medikamentenmischung hinzurichten, könnte nicht weniger unmenschlich sein als ein Tier einzuschläfern, so die Anwälte des zum Tode verurteilten Mörders Scott Dozier (47).

In ihrer Klage berufen sich die Anwälte auf eine medizinische Expertenmeinung, die besagt, dass die Kombination aus dem Sedativum Diazepam, dem Opioid Fentanyl und dem Paralytikum Cisatracurium eine „hohe Wahrscheinlichkeit“ einer „verpfuschten Hinrichtung“ verursache, was dann unnötige und unrechtmäßige Schmerzen und Leid bedeuten würde.

„Nevada möchte der erste Bundesstaat sein, der einen Häftling durch Ersticken aufgrund der Lähmung des Zwerchfells tötet“, so der Pflichtverteidiger in seinem 145-seitigen Schriftsatz, der als  Antwort auf einen Appell seitens der Gefängnisoffiziellen eingegangen ist. Ein Sprecher des Staatsanwaltes wollte dazu keinen Kommentar abgeben.

Scott Dozier hatte freiwillig alle Anträge zurückgezogen und sich für seine Hinrichtung bereit erklärt. Aber er hat seinen Anwälten dennoch grünes Licht für eine Klage gegen das unerprobte Hinrichtungsprotokoll gegeben.

Bislang steht noch kein Termin seitens des Gerichtshofes fest, der Aufschluss darüber gibt, ob die Hinrichtung Dozier’s weiterhin ausgesetzt bleibt, so wie es im vergangenen November von Bezirksrichterin Jennifer Togliatti festgelegt wurde.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
https://www.usnews.com/news/best-states/nevada/articles/2018-01-23/lawyers-nevada-execution-plan-worse-than-pet-euthanasia
(23.01.2018, Ken Ritter)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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