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01.04.2018 | Nigeria: 30 Todestraktinsassen begnadigt

Der Governeur des nigerianischen Bundesstaates Delta ließ 30 Todestraktinsassen begnadigen und ihre Todesurteile in lebenslängliche Haftstrafen umwandeln.

Der Governeur von Delta und Senator Dr. Ifeanyi Okowa, begnadigte neben den 30 Todestraktinsassen fünf weitere Gefangene, denen verschieden lange Freiheitsstrafen auferlegt worden waren. Die Begnadigungen erfolgten im Rahmen der Osterzeremonie und aufgrund von Bitten seitens der Bevölkerung wie auch internationalen Organisationen wie Amnesty International.

In Nigeria ist es den Governeuren gemäß der Verfassung erlaubt, Begnadigungen auszusprechen und Urteile umzuwandeln. Der Justiz-Kommissar Mr. Peter Mrakpor bestätigte, dass die Begnadigungen entsprechend des in der Verfassung verankerten Rechts des Governeurs und unter Berücksichtigung des hierfür notwendigen 7-köpfigen Beratungsgremiums erfolgten. 

Aus der offiziellen Verkündung der Begnadigungen ging ebenfalls hervor, dass in dem Bundesstaat Delta verschiedene Rehabilitationsprogramme sowie Schulungen und weitere Regierungsprogramme ins Leben gerufen wurden, um die Situation der Gefangenen zu verbessern und eine Rückintegration in die Gesellschaft zu ermöglichen.

Die übliche Hinrichtungsmethode in Nigeria ist Erhängen. Weitere allgemeine Informationen hierzu finden Sie in dem Länderbericht "Die Todesstrafe in Nigeria" auf unserer Webseite.


Quelle und weitere Informationen zur heutigen Nachricht:

"Delta Gov. Commutes Death Sentences on 30 Prisoners to Life Imprisonment", PR Nigeria vom 31. März 2018.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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