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31.07.2018 | Ohio: Gouverneur verhindert so viele Hinrichtung wie keiner seiner Vorgänger

Ohios Gouverneur John Kasich hat in seiner Amtszeit so viele Todesurteile umgewandelt wie kein Gouverneur in Ohio zuvor.

Der Republikaner wandelte sieben Todesurteile um, die letzten beiden im März und Juli dieses Jahres. William Montgomery und Raymond Tibbetts wurde die Begnadigung seitens des Gouverneurs gewährt und konnten so dem Tod durch die Giftspritze entkommen.
Aber auch 15 Hinrichtungen fanden in den zwei Amtsperioden von Kasich statt, inklusive die des am 18. Juli exekutierten Robert Van Hook.

In den frühen 60er Jahren hatte der demokratische Gouverneur Mike DiSalle sechs Todeskandidaten den Tod erspart, allerdings auch sechs Hinrichtungen grünes Licht gegeben.
Gouverneur Richard Celeste, ebenfalls Demokrat, wandelte acht Todesurteile um, bevor er wenige Tage später im Jahr 1991 sein Amt niederlegte. Aber keiner der Todeskandidaten stand kurz vor der Hinrichtung.

Über die USA verteilt, wurden 288 Todeskandidaten seit der Wiedereinführung der Todesstrafe 1976 durch Begnadigungen verschont. Darin sind die Zahlen von Massenbegnadigungen - wie sie 2007 in New Jersey nach der Abschaffung der Todesstrafe durchgeführt wurden - nicht enthalten.

Ohio nahm die Exekutionen 1999 nach einer 36-jährigen Pause wieder auf und richtete seither 56 Menschen hin.

Quelle mit ausführlichem Bericht:

https://www.sfgate.com/news/article/Ohio-governor-spares-record-number-of-death-row-13115349.php
(29.07.2018, Andrew Welsh-Huggins)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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