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06.02.2018 | Ohio: Juror in Tibbetts Fall möchte nun Gnade erwirken

Ross Geiger, der vor 20 Jahren einer der Juroren im Fall Raymond Tibbetts war und für die Todesstrafe stimmte, versucht nun, eine Begnadigung zu erwirken.

Am 30. Januar fragte Geiger Gouverneur John Kasich, Raymond Tibbetts, der am 13. Februar hingerichtet werden soll, zu begnadigen.
Nachdem er die Dokumente erneut durchgesehen hatte, kamen ihm Zweifel. Geiger glaubt, er und andere Juroren im damaligen Fall wurden hinsichtlich der „wahrhaftig schrecklichen Umstände“ von Tibbetts Erziehung getäuscht. Geiger hege ausserdem erhebliche Zweifel am Prozess und dessen Ausgang.

Raymond Tibbetts (60) wurde für den Mord an Fred Hicks 1997 zum Tode verurteilt. Weiterhin erhielt er eine lebenslange Haftstrafe für den am gleichen Tag verübten Mord an seiner Frau Judith Crawford.

Im vergangenen Jahr wurde das Gnadengesuch vom Bewährungsausschuss mit elf zu einer Stimme abgelehnt. Nun hat nur noch der Gouverneur die Möglichkeit, Tibbetts vor der Giftspritze zur bewahren.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
http://www.vindy.com/news/2018/feb/06/ohio-juror-who-voted-for-death-penalty--/
(06.02.2018, AP)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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