zurück zur Übersicht

11.08.2018 | Oklahoma: Selbst gesetzte Deadline für neues Protokoll verpasst

Der US-Bundesstaat Oklahoma hat eine selbstgesteckte Frist zur Fertigstellung eines neuen Hinrichtungsprotokolls, das auch die Tötung mit Stickstoff beinhalten soll, nicht eingehalten. Bislang ist es unklar, wann es eine Wiederaufnahme der Hinrichtungen geben wird.

Justizminister Mike Hunter und der Direkter der Gefängnisbehörde, Joe Allbaugh, kündigten im März eine Veränderung bezüglich der Hinrichtungsmethode an. Der Wechsel zu einer Exekution via Stickstoff sollte vollzogen werden. Hintergrund der Veränderung ist die Problematik, die ursprünglich nötigen Medikamente für die Giftinjektion nicht beschaffen zu können. Viele andere Bundesstaaten teilen dieses Problem und haben zum Teil schon für Alternativen gesorgt.

Seit 2015 haben keine Hinrichtungen mehr in diesem Bundesstaat stattgefunden, nachdem es zu einigen problematischen Zwischenfällen kam. Clayton Lockett starb 2014 auf qualvolle Art und bei der geplanten Hinrichtung von Richard Glossip wurde kurz vor dem Termin festgestellt, es waren die falschen Medikamente geliefert worden.

Geplant sei ein „effektives und humanes“ Protokoll, so der Behördensprecher Matt Elliott. Und solange kein neues Protokoll vorliegt, darf keine Hinrichtung durchgeführt werden. Dies entschied ein Gericht.

Staatliche Dokumente belegen, dass bei 16 Insassen die Möglichkeit auf einen Hinrichtungstermin bestehen würde, denn bei all diesen Männern sind sämtliche Berufungsmöglichkeiten ausgeschöpft.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
https://wtop.com/national/2018/08/new-nitrogen-execution-protocol-unfinished-in-oklahoma/
(09.08.2018, AP)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht