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03.08.2018 | Papst lehnt Todesstrafe in allen Fällen ab und ändert den Katechismus

Papst Franziskus hat den Katechismus geändert, so dass die Todesstrafe fortan in der kirchlichen Lehre der Katholiken in allen Fällen unzulässig ist.

Mit der Änderung des Katechismus, dem verbindlichen Glaubenskodex für rund 1,3 Milliarden Katholiken weltweit, machte Papst Franziskus seine vollständige Ablehnung der Todesstrafe offiziell. Bislang wurden Hinrichtungen im Katechismus nicht vollständig ausgeschlossen und waren als äußerstes Mittel weiterhin zulässig.

Durch die Änderung werden weitläufige öffentliche und politische Diskussionen erwartet, insbesondere in den USA, in denen die Mehrheit aller Katholiken noch immer die Todesstrafe befürwortet.

Der Katechismus war bereits mehrmals in den vergangenen Jahren geändert worden und grenzte die Anwendung der Todesstrafe immer weiter ein. Auch Johannes Paul II. und Benedikt XVI. hatten schrittweise ihre Ablehnung zum Ausdruck gebracht. Nach der Überarbeitung im Jahr 2003, war die Todesstrafe nur noch dann zulässig, wenn sie der "einzig gangbare Weg wäre, um das Leben von Menschen wirksam gegen einen ungerechten Angreifer zu verteidigen".

Quelle und weitere Informationen:

"Papst ändert Katechnismus: Todesstrafe immer unzulässig", katholisch.de vom 2. August 2018; "Pope Francis Declares Death Penalty Unacceptable in All Cases", The New York Times vom 2. August 2018.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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