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02.12.2018 | Singapur: Malaysischer Drogendealer hingerichtet

In Singapur wurde am Freitag ein aus Malaysia stammender Drogenschmuggler gehängt. Die Hinrichtung fand unmittelbar nach erneuten Aufrufen zur Abschaffung der Todesstrafe statt.

Die Hinrichtung des malaysischen Staatsbürgers Prbau N Pathmanathan wurde am vergangenen Freitagmorgen im Changi Gefängnis durchgeführt. Er war wegen Drogenschmuggels von Malaysia nach Singapur im Jahr 2014 zum Tode verurteilt worden. Seinem Anwalt N. Surendran zufolge erfolgte die Hinrichtung im Anschluss von unrechtmäßigen Gerichtsprozessen.

Der malaysische Rechtsminister Vui Keong hatte in dieser Woche noch bekanntgegeben, dass das Einreichen eines Gnadengesuchs geplant sei. Üblicherweise macht die Regierung in Malaysia weder vor noch nach Hinrichtungen öffentliche Stellungnahmen. So erfolgte auch keine Stellungnahme seitens des Innenminsteriums. Hinrichtungstermine werden ebenso wenig vorab bekanntgegeben.

Singapur hat eines der härtesten Drogengesetze weltweit, weshalb internationale Menschenrechtsorganistionen wie Amnesty International als auch Organe wie die Vereinten Nationen, die malaysische Regierung erneut anhielten, ein Moratorium auszusprechen und die Todesstrafe abzuschaffen, wie es die Regierung des Nachbarstaats Malaysia kürzlich beschlossen hat.

Amnesty International wie auch die Vereinten Nationen, appellieren vehement an die Regierung in Singapur, sich Malaysia anzuschließen, dessen neu gewählte Regierung kürzlich beschlossen hat, die Todesstrafe bis zum Jahresende vollständig abzuschaffen.

Quelle und weitere Informationen:

"Singapore hangings spur recent calls by rights teams", Death Penalty  News vom 2. Dezember 2018; infosurhoy.com vom 2. Dezember 2018.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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