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05.01.2018 | Somalia: Fünf öffentliche Hinrichtungen wegen angeblicher Spionage zum Jahresbeginn

Die somalische Regierung hat zum Jahresanfang die Hinrichtungen von fünf Männern wegen angeblicher Spionage durch die al-Shabaab bekanntgegeben.

Die fünf Männer wurden von der al-Shabaab in der Lower Shabelle Region per Erschießungskommando exekutiert und waren wegen der angeblichen Spionage für die somalische Regierung sowie kenianische und äthiopische Streitkrafte zum Tode verurteilt worden. Rund 500 Zuschauer sollen den Hinrichtungen beigewohnt haben.

Nach Aussage Aden Omars, Bezirkshauptmann der nahegelegenen Stadt Barawe, handelte es sich um unschuldige Zivilisten, die ohne jegliche Beweise von dem zuständigen Richter zum Tode verurteilt worden waren.

Es waren die ersten Hinrichtungen, die in diesem Jahr von der militanten islamistischen Bewegung al-Shabaab durchgeführt wurden. Diese hatte bereits letzten Monat fünf Männer hingerichtet, unter denen sich auch ein Minderjähriger befand. Insgesamt soll die al-Shabaab im letzten Jahr 22 Personen in Kenia hingerichtet haben, neun von ihnen wegen angeblicher Spionage.

Quelle und weitere Informationen:

"More US Airstrikes, Executions to start New Year in Somalia", Voice of America vom 3. Januar 2017.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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