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18.01.2018 | South Carolina: Gesetz soll Medikamentenhersteller geheim halten

Die Identität der Hersteller und Vertreiber von Medikamenten, die für Hinrichtungen verwendet werden, soll vor der Öffentlichkeit geschützt werden. Ein Gesetzesentwurf dazu wurde am Dienstag eines Gesetzgebers eingereicht und wird von führenden Republikanern unterstützt.

Laut Eddie Tallon soll sein Gesetzesentwurf dafür sorgen, dass die Hersteller offiziell zum Hinrichtungsteam gehören und somit ganz automatisch die Namen vor der Veröffentlichung befreit sind. Solch ein Gesetz haben mittlerweile rund ein Dutzend Bundesstaaten erlassen, um die nötigen Medikamente zu erhalten.

Senatsmehrheitsführer Gary Simrill, der sich für diesen Entwurf ausgesprochen hat, regte an, dieser Thematik Priorität einzuräumen. Die Republikaner glauben, es sei wichtig, die Durchführung der Todesstrafe im Staat aufrechtzuerhalten, so Simrill gegenüber der Presse. Und mit solch einem Gesetz wäre das möglich.

Seit ihnen die Medikamente im Jahr 2013 ausgegangen sind, suchen die Gesetzgeber des Staates eine Weg, um weiterhin Hinrichtungen ausführen zu können. Vor kurzem wurde auch die Einführung des Elektrischen Stuhls diskutiert. Bislang haben in South Carolina ausschließlich die Insassen die Möglichkeit, zwischen der Giftspritze und dem Elektrischen Stuhl zu entscheiden. Eine Ausweitung auf die Entscheidungsmöglichkeit durch den Staat stand zur Debatte.

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Quelle:
https://www.usnews.com/news/best-states/south-carolina/articles/2018-01-16/sc-bill-would-shield-execution-drug-companies-from-public
(16.01.2018, Meg Kinnard)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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