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26.08.2018 | Tennessee: Todeskandidaten bevorzugen Erschießungskommando anstelle der Giftspritze

Eine neue Klage gegen den Hinrichtungsprozess im US-Bundesstaat Tennessee soll dafür sorgen, künftige Hinrichtungen mittels eines Erschießungskommandos anstelle der bislang verwendeten Giftinjektion durchzuführen. Dies wäre eine humanere Alternative, so die Kläger.

Die Bundesklage, die am Dienstag von den Todeskandidaten David Miller, Nicholas Sutton und Stephen West eingereicht wurde, sagt, der Staat habe Billy Ray Irick mit der Giftmischung zu Tode gefoltert und eine weitere Verwendung in einer Hinrichtung stelle eine ungewöhnliche und besonders grausame Form der Bestrafung dar, die gegen die Verfassung spreche.

Viele Gerichte haben ähnliche Klagen bereits abgelehnt, doch diese Klage geht einen Schritt weiter, denn sie zählt mögliche Alternativen zur Giftspritze auf, inklusive des Erschießungskommandos.
Diese Methode sei leicht umzusetzen, da sich die „Big Buck Shooting Range“ auf dem Gelände der Riverbend Maximum Security Institution befinde und das nötige Equipment einfach beschaffen ließe.

Es erscheint unwahrscheinlich, dass die Klage erfolgreich verlaufen wird, denn aktuell ist der Elektrische Stuhl die Alternative zur Giftinjektion. Dana Hansen Chavis, eine der klagenden Anwälte, verweigerte am Donnerstag jeglichen Kommentar. Neben dieser Klage bestehen noch weitere, die sich ebenfalls gegen die Methode der tödlichen Injektion richten.

Quelle mit ausführlichem Bericht:

https://eu.tennessean.com/story/news/crime/2018/08/23/tennessee-death-row-inmate-firing-squad-execution-legal-challenge/1074118002/
(23.08.2018, Dave Boucher)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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