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20.05.2018 | Texas: Dem Todesschützen des Schulmassakers von Santa Fe droht KEINE Todesstrafe - fehlerhafte Berichterstattung in Deutschland

Seit zwei Tagen ist in zahlreichen Berichten diverser Nachrichtenportale in Deutschland zu lesen, dem 17-jährigen mutmaßlichen Täter, der in einer High School in Santa Fe im US-Bundesstaat Texas 10 Menschen erschoss und 13 verletzte, drohe nach der Mordanklage die Todesstrafe.

Diese Aussage, die teilweise sogar Eingang in die Überschriften der entsprechenden Artikel gefunden hat, ist definitiv falsch. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat bereits 2005 die Todesstrafe für Täter, die zum Tatzeitpunkt noch keine 18 Jahre alt waren, für verfassungswidrig erklärt.

Nicht einmal eine lebenslange Haftstrafe ohne die Chance auf Bewährung dürfte dem Täter drohen, denn diese schließt das texanische Gesetz seit 2013 für minderjährige Täter ebenfalls aus. Für den 17-Jährigen kommt als Höchststrafe nach aktueller Gesetzeslage in Texas nur eine lebenslange Haftstrafe mit Bewährungsmöglichkeit nach 40 Jahren in Frage.

Weitere Informationen erhalten Sie im Artikel des Housten Chronicle vom 19. Mai!

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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