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26.06.2018 | Texas: Oberster US-Gerichtshof lehnt DNA-Test im Falle von Rodney Reed ab

Der Oberste-US Gerichtshof lehnte am Montag einen Antrag ab, den der texanische Todeskandidat Rodney Reed stellte, um eine DNA-Prüfung des Tatortes und anderer Beweismittel vornehmen lassen zu können, die seine Unschuld beweisen könnte.

Die unkommentierte Entscheidung des Gerichtes beendet einen Streit um die Statuten für DNA - Tests nach einer Verurteilung, führt aber nun zu einer Bundesklage, die besagt, die Verweigerung einer solchen Prüfung verletze die Zivilrechte Reed’s.
„Rodney Reed fragte nach einem DNA-Test des Tatortes, der heutzutage bei einer Verurteilung völlig normal sei“, so sein Anwalt Bryce Benjet.

Die Staatsanwaltschaft hingegen kämpft seit vier Jahren dagegen, Reed die damalige Beweislage zu offenbaren und testen zu lassen, denn dies wäre nicht hilfreich. Im damaligen Prozess 1996  und auch anschließend seien die Utensilien sicherlich kontaminiert worden.
Reeds Anwälte hingegen argumentieren mit neuen Techniken, die Reeds Unschuld beweisen könnten, indem auf der Tatwaffe und anderen Bereichen fremde DNA nachgewiesen werden könnte.

Das texanische Gericht wies im April 2017 diese Anfrage ab, was zur Vorlage der Unterlagen vor das Oberste US-Gericht führte. Eine Klage auf Bundesebene wurde bereits eingeleitet.
Große Hoffnung seitens der Kläger wird in die nächste Legislaturperiode gesteckt, die Klarheit in das „DNA Gesetz“ des Bundesstaates bringen soll.

Quelle mit ausführlichem Bericht:
https://www.statesman.com/news/supreme-court-rejects-rodney-reed-request-for-dna-testing/PmZMvRDMMzTDLMRf8PDAHJ/
(25.06.2018, Chuck Lindell)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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