zurück zur Übersicht

16.12.2018 | Todesstrafe in den USA: Jahresendbericht 2018 zeigt weiterhin Abwärtstrend

Der Death Penalty Information Center hat seinen Jahresendbericht zur Todesstrafe in den USA veröffentlicht. Diesem nach befindet sich die Anwendung der Todesstrafe amerikaweit weiterhin auf einem Abwärtstrend. Zum vierten Jahr in Folge sind weniger als 30 Personen hingerichtet und weniger als 50 Personen zum Tode verurteilt worden.

Der Jahresendbericht des Death Penalty Information Center (DPIC) zeigt weiterhin, dass die Anzahl der zum Tode Verurteilten drastisch gesunken ist: So sind in den USA derzeit zum ersten Mal in 25 Jahren weniger als 2.500 Personen zum Tode verurteilt. Ein Todestraktinsasse aus Florida und ein weiterer aus Kalifornien wurden als unschuldig entlassen. Washington schaffte zudem als 20. amerikanischer Bundesstaat die Todesstrafe vollständig ab. 

13 der insgesamt 25 Hinrichtungen, die seit Jahresbeginn durchgeführt worden sind, fanden in Texas statt. Neben Texas wurden auch in Tennesse (3), Alabama (2), Florida (2), Georgia (2), Nebraska (1), Ohio (1) und South Dakota (1) Todesurteile vollstreckt.

Die allgemeine Zustimmung der amerikanischen Bevölkerung in Bezug auf die Anwendung der Todesstrafe blieb im Vorjahresvergleich nahezu unverändert und befindet sich damit weiterhin auf einem historischen Tief: Lediglich 56 Prozent der amerikanischen Bevölkerung befürworten der Umfrage von Galllup nach weiterhin die Todesstrafe. Weniger als die Hälfte - 49 Prozent - vertreten die Meinung, dass die Todesstrafe in gerechter Weise angewandt würde.

Weitere Ergebnisse finden Sie in dem 20-seitigen Jahresbericht, der als Download auf der offiziellen Homepage des DPIC zur Verfügung steht:

Quelle:

"The Death Penalty in 2018: Year End Report", Death Penalty Information Center, Dezember 2018.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

zurück zur Übersicht