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29.01.2018 | Washington: Ehemaliger Todestraktinsasse kämpft für Abschaffung der Todesstrafe

Der erste Todeskandidat, der durch DNA-Beweise entlastet werden konnte, richtet nun sein Anliegen an die Gesetzgeber des Staates: Die Abschaffung der Todesstrafe.

Während ein Gesetzesentwurf, der für die Abschaffung der Todesstrafe sorgen soll, seinen Weg durch die Legislative macht, tourt Kirk Bloodsworth durch den Staat, um seine Geschichte zu erzählen. „Der Staatsanwalt nannte mich ein Monster“, erinnert sich Bloodsworth in einer Rede in einer Kirche in Bremerton. Er bezeichnet sich selbst als lebendes Beispiel dafür, dass niemand zum Tode verurteilt werden dürfe.

Bloodsworth wurde 1985 für die Vergewaltigung und den Mord eines kleinen Mädchens in Maryland verurteilt. Fünf Augenzeugen bestätigten, es sei Bloodsworth gewesen. Er aber beteuerte immer wieder seine Unschuld.
Knapp neun Jahre verbrachte hinter Gittern im Todestrakt, immer in der Angst, hingerichtet werden zu können. Doch dann konnte er aufgrund von DNA-Tests seine Unschuld beweisen.

Mit seiner Hilfe konnte im Bundesstaat Maryland 2013 die Todesstrafe abgeschafft werden. Und nun sendet er seine Botschaft an die Gesetzgeber Washingtons. „Beendet die Todesstrafe bevor sie unschuldige Menschen tötet!“

Im Juli 2016 setzte sich Bloodsworth auch für die Abschaffung der Todesstrafe in Nebraska ein, indem er sich der damaligen Initiative „Retain just a Nebraska“ anschloss.

In Washington warten acht Todeskandidaten auf ihre Hinrichtung. Die meisten sind seit Jahrzehnten dort und Millionen Dollar wurden schon für die Bearbeitung der Berufungen ausgegeben.

Quelle mit ausführlichem Bericht:

http://www.kiro7.com/news/local/first-person-on-death-row-exonerated-by-dna-calls-on-lawmakers-to-abolish-death-penalty-in-wa/690280573
(27.01.2018, Siemny Kim)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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