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18.02.2018 | Washington: Tochter von Mordopfer kämpft für die Abschaffung der Todesstrafe

Nova Reeves ist die Tochter einer Frau, die dem sog. Green River Killer 1990 zum Opfer fiel. Sie kämpft aktiv für die Abschaffung der Todesstrafe in Washington.

Nova war 16 Jahre alt, als ihre Mutter Opfer von Gary Ridgway wurde, der mindestens 48 Frauen tötete und dafür eine lebenslange Haftstrafe in der Washington State Penitentiary in Walla Walla verbüßen muss.
Obwohl sie betont, welchen Schmerz der Täter über sie und ihre Familie gebracht hat, wollte sie zu keinem Zeitpunkt, dass er die Todesstrafe erhält. Nichts könnte ihre Mutter wiederbringen, somit nütze auch sein Tod nichts.
„Den Mörder meiner Mutter zu bestrafen hat absolut nichts mit ihrem Tod zu tun; Ridgways Schicksal ist ein anderes als ihres. Seine Hinrichtung würde sie nicht zurückbringen oder das Leid lindern.“ So Nova Reeves in ihrem Bericht.

Sie möchte, dass sich Washington den Staaten Illinois, New York, New Jersey, Maryland, Connecticut, Delaware und New Mexico anschließt, die alle seit 2007 die Todesstrafe abgeschafft haben.
Wenn dieses geschehe, würden die acht Todeskandidaten ihre Strafe in eine lebenslange Haft umgewandelt bekommen und irgendwann im Gefängnis sterben.

Anstatt die Millionen Dollar für Todesstrafenfälle zu verschwenden, sollten diese lieber in den Opferservice, die Untersuchung unaufgeklärter Mordfälle und Gefangenenrehabilitation investiert werden.

Quelle mit Nova Reeves ausführlichem Bericht:
http://www.thenewstribune.com/opinion/article199910954.html
(13.02.2018, Nova Reeves)

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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