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19.03.2019 | Iran: 12 Hinrichtungen am persischen Neujahrsabend

Seit Anfang des Monats hat das iranische Regime bereits mehr als 13 Hinrichtungen in verschiedenen Gefängnissen durchgeführt.

Der als Jalaluddin Mosala Nezhad identifizierte Gefangene ist nach Informationen der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim am 14. März öffentlich in Jahrom gehängt worden.

Des weiteren berichtete am 13. März die staatliche Nachrichtenagentur IRNA, dass drei Männer in der Provinz South Khorasan hingerichtet worden seien. Die drei Gefangenen sollen wegen des angeblichen Mordes von zwei Regierungsbeamten zum Tode verurteilt worden sein. Genaue Angaben zum Zeitpunkt und Ort der Hinrichtungen wurden nicht bekanntgegeben. 

Am Vortag soll zudem ein weiterer Gefangener im südöstlich gelegenen Zentralgefängnis von Zahedan hingerichtet worden sein. Seine Identität ist bislang nicht preisgegeben worden. Eine weitere Hinrichtung fand am Dienstag, den 12. März im Zentralgefängnis von Tabriz statt. Es soll sich hierbei um den 42 Jahre alten Eslam Farsi gehandelt haben. 

Ebenfalls hingerichtet wurden die beiden wegen Drogendelikten verurteilten Männer Shir Mohammad Naroui und Younes Naroui im Birjand Gefängnis. Die Hinrichtung der beiden Männer, bei denen es sich um Vater und Sohn handelte, fand am 13. März statt.

Sämtliche Hinrichtungen erfolgten direkt nach der Ernennung von Ebrahim Raisi zum Chef der iranischen Justiz. Antonio Gutierrez, Generalsekretär der Vereinten Nationen und Sonderberichterstatter für den Iran, bekundete seine Besorgnis über die steigende Anzahl an Exekutionen und forderte die iranische Regierung auf, keine öffentlichen Hinrichtungen durch Hängen mehr durchzuführen. Dem Jahresbericht der Nichtregierungsorganisation Iran Human Rights zu Folge wurden im letzten Jahr mindestens 18 öffentliche Hinrichtungen durchgeführt.

Quelle und weitere Informationen:

Iran Human Rights vom 17. März 2019.

Initiative gegen die Todesstrafe e.V. | www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de

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