Hinrichtungen 2018: min. 690 plus 'Tausende' in China

News

09.02.2013 | Indien: Attentäter gehängt

Wie das indische Innenministerium bestätigte, wurde heute früh im Gefängnis Tihar in Delhi ein Mann gehängt; dies meldeten TV-Berichte. In Teilen von Kaschmir und Jammu wurde eine Ausgangssperre verhängt.

Afzal Guru war 2004 vom Obersten Gerichtshof zum Tode verurteilt worden, als einer von fünf schwerbewaffneten Männern im Dezember 2001 einen Anschlag auf das indische Parlament verübt zu haben, bei dem neun Menschen ums Leben kamen. Die meisten Opfer gehörten den Sicherheitsleuten an. Die anderen Attentäter wurden erschossen.

Zum Zeitpunkt des Anschlags hatten sich beide Parlamentskammern gerade vertagt, und viele der Abgeordneten befanden sich noch vor Ort.

Präsident Pranab Mukherjee soll dem Innenministerium mitgeteilt haben, er habe das Gnadengesuch Afzal Gurus am 23. Januar abgelehnt.

Der Verurteilte sollte bereits im Oktober 2006 gehängt werden, doch als seine Frau ein Bittgesuch für ihn einreichte, wurde die Urteilsvollstreckung suspendiert.

Die BJP, die größte Oppositionspartei, kritisierte mehrfach, dass das Todesurteil immer noch nicht vollzogen sei; sie äußerte deswegen zuletzt Zweifel an der Regierung im Parlament.

Der für den Terroranschlag vom 26. November 2008 in Mumbai verurteilte Pakistaner Ajmal Kasab war im November 2012 in einem Gefängnis in Pune unter großen Sicherheitsvorkehrungen hingerichtet worden.

Quelle: Times of India