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21.11.2012 | Indien: Todesurteil gegen überlebenden Attentäter von Mumbai vollstreckt

Die Regierung des indischen Bundesstaats Mahrashtra teilte mit, dass der Pakistaner Mohammed Ajmal Amir Iman im Gefängnis von Pune gehängt wurde.

Im November 2008 hatte Iman, auch bekannt als Kasab, gemeinsam mit neun weitere Attentätern im Mumbai während einer dreitägigen Anschlagsserie zwei Luxushotels, einen Bahnhof und ein jüdisches Zentrum angegriffen. Hierbei wurden 166 Menschen und neun der Attentäter getötet, mehr als 300 weitere Menschen wurden verletzt. Indien vermutet hinter den Anschlägen die pakistanische Rebellenorganisation Lashkar-e-Taiba.

Der einzige überlebende Attentäter, Kasab, wurde im Mai 2010 des Mordes, der Verschwörung, Terrorismus und Kriegs gegen Indien schuldig befunden und zum Tod durch den Strang verurteilt.

Während seines Prozesses hatte Kasab die Vorwürfe zunächst bestritten, dann überraschend gestanden und schließlich sein Geständnis wieder widerrufen. Alle Berufungen gegen das Urteil blieben erfolglos und im August diesen Jahres bestätigte der Oberste Gerichtshof Indiens das Urteil in letzter Instanz. Präsident Pranab Mukherjee wies ein letztes Gnadengesuch Kasabs ab.

Kasab wurde den Angaben zufolge vorgestern nach Pune gebracht und dort hingerichtet. In der Stellungnahme heißt es,  "Seine Hinrichtung ist eine gerechte Würdigung der Attentatsopfer."

Laut dem indische Innenminister Sushilkumar Shinde wurde die pakistanische Regierung über die Hinrichtung informiert, wobei unklar ist, ob dies vor oder erst nach dem Vollzug des Todesurteils geschah.

Quellen: Donaukurier und dapd