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15.03.2017 | Texas: James Eugene Bigby hingerichtet

Nach 26 Jahren im Todestrakt wurde gestern um kurz nach 18 Uhr Ortszeit im Huntsville Gefängnis in Texas James Eugene Bigby (61) durch eine tödliche Dosis Pentobarbital hingerichtet. Er wurde um 18:17 Uhr für tot erklärt.

Bigby tötete am Weihnachtsabend 1987 einen 26-jährigen Vater und seinen vier Monate alten Sohn. Zu einem späteren Zeitpunkt, aber am gleichen Tag, soll er noch zwei weiteren Menschen das Leben genommen haben. Für diese vier Morde wurde er zum Tode verurteilt.

Alle seine Berufungsmöglichkeiten waren ausgeschöpft und Bibgy bat seinen Anwalt darum, nichts weiter zu unternehmen. Zusätzlich schrieb er Gouverneur Greg Abbott einen Brief, in dem er ihn um einen Hinrichtungstermin bat.
2006 wandelte ein Berufungsgericht Bigbys Todesurteil um, nachdem entschieden wurde, dass die damalige Jury nicht habe entscheiden dürfen, ob Bigbys geistige Erkrankung ein mildernder Fakt im Prozess sei. Nach weiteren Zeugenaussagen und Sichtung von Beweismaterial des Ausgangsprozesses gab eine Jury James Bigby ein erneutes Todesurteil.

Zeugen auf seiner Seite wollte er nicht, aber mit seinen letzten Worten richtete er sich an die Opferfamilien: „Es tut mir leid, dass es so schrecklich lang gedauert hat… Ich hoffe, mein Tod bringt euch Frieden und ihr könnte einen Schlussstrich ziehen. Ich hoffe, ihr könnt mir vergeben, aber wenn nicht, kann ich es verstehen. Ich denke nicht, dass ich irgendjemandem vergeben könnte, der meine Kinder getötet hat.“

Er ist somit der vierte in Texas hingerichtete Mann innerhalb der ersten drei Monate dieses Jahres!

Quellen mit ausführlichen Berichten:
https://www.texastribune.org/2017/03/14/fort-worth-man-set-death-killing-spree-included-infant/
(14.03.2017, Jolie McCullough)

http://www.star-telegram.com/news/local/community/fort-worth/article137557343.html
(09.03.2017)




www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de